Therapie

Allgemeine Information

Das Daseinsanalytische Institut für Psychotherapie, Psychosomatik und Grundlagenforschung wurde 1995 gegründet und ist vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen als Ausbildungseinrichtung für die methodenspezifische Ausrichtung Daseinsanalyse anerkannt.

In diesem Zusammenhang bietet es Patientinnen, Patienten mit psychischen Problemstellungen ein breites Angebot an psychotherapeutischen Hilfs- und Gesprächsmöglichkeiten, aber auch an medikamentös-psychiatrischen Behandlungen, wo dies nötig ist.

Bei Behandlungen durch TherapeutInnen, die bereits in der Psychotherapeutenliste eingetragen sind, zahlt die Krankenkasse wie sonst bei niedergelassenen TherapeutInnen. Bei TherapeutInnen, die vor dem Abschluss Ihrer Ausbildung stehen ist der Stundensatz um den Beitrag der Krankenkasse gekürzt.

Behandlungsschwerpunkte bilden abklärende Untersuchungen bei unklaren psychischen Zustandsbildern und psychotherapeutische Kurzverfahren bei PatientInnen mit reaktiv und situativ ausgelösten Problemkonstellationen.

Wo nötig und indiziert stehen längerdauernde und intensivere Therapieangebote, wie kontinuierlich begleitende, stützende oder mehr analytisch orientierte Therapieverfahren zur Verfügung, vorallem bei PatientInnen, bei denen eine funktionelle und/oder psychosomatische Symptomatik, aber auch Persönlichkeitsstörungen und Suchtkrankheiten, neurotische Entwicklungen (zum Beispiel Panikattacken, Angst- oder Depressionssymptomatik) und Beziehungsprobleme auf privater oder beruflicher Ebene im Vordergrund stehen.

Bei psychotischen Zustandsbildern (Schizophrenien, aber auch schwer depressiven oder angstgeprägten Krankheitsphasen) ist bei entsprechender Indikation auch eine medikamentös unterstützende Begleittherapie unter ärztlicher Kontrolle gewährleistet.

Am Institut arbeiten 10-15 Ärztinnen, Psychologinnen und PsychotherapeutInnen. Ihnen zur Seite steht ein Team von erfahrenen SupervisorInnen (Ärztinnen mit Facharztausbildung in Psychiatrie, PsychologInnen oder PsychotherapeutInnen, die analytisch voll ausgebildet sind und den Status von Lehr- und KontrollanalytikerInnen haben), unterstützt von der Institutsleitung.

Anmeldung & Kosten

Anmeldung

PatientInnen und Patienten können sich schriftlich mit ärztlichem Zeugnis bei der Institutsleitung anmelden bzw. von überweisenden Stellen angemeldet werden.

Am unkompliziertesten ist eine telefonische Anmeldung beim Präsidenten des Institutes, Mag Roland Strobl, 0699/10773282 (Mittwoch). Sie ermöglicht eine kurze, persönliche Orientierung über den/die PatientIn und hilft dem/der PatientIn, die geeignetste Therapie bzw. den/die geeignetste(n) TherapeutIn zu finden.

Außerhalb dieser Zeit ist meist nur der Anrufbeantworter verfügbar, weshalb die erwähnte direkte Anmeldung bei dem Präsidenten vorzuziehen ist. Weiters können Sie uns eine e-Mail senden. Wir melden uns so bald wie möglich zurück.

Im Anschluss an die Anmeldung setzt sich der/die jeweilige Therapeutin mit dem/der PatientIn direkt in Verbindung, um einen passenden Besprechungstermin zu vereinbaren.

Kosten

Bei Behandlungen durch TherapeutInnen, die bereits in der Psychotherapeutenliste eingetragen sind, zahlt die Krankenkasse, wie sonst bei niedergelassenen TherapeutInnen.

Bei TherapeutInnen, die vor dem Abschluss Ihrer Ausbildung stehen ist der Stundensatz um den Beitrag der Krankenkasse gekürzt.

Da das Institut mit einer Reihe von qualifizierten Daseinsanalytischen Therapeuten zusammen arbeitet,
werden die Kosten individuell zwischen Therapeut und Patient vereinbart.

Erstgespräch

Daseinsanalytische Psychotherapie bedeutet eine tragende Beziehung zwischen dem/der Therapeuten/in und dem/der Klient/in und beschränkt sich nicht auf ein Subjekt - Objekt - Verhältnis. In einer Atmosphäre des Vertrauens soll sich der/die Klient/in zutrauen, das zur Sprache zu bringen, was ihm/ihr am Herzen liegt. Anfangs kann dies mit Ängsten verbunden sein, die zu Abwehr und Widerstand führen können. Diese werden von dem/der Therapeuten/in verstehend ausgehalten und im Laufe der therapeutischen Beziehung durch bedingungslose Akzeptanz, Echtheit und Empathie zu überwinden gesucht.

Das Erstgespräch dient dem Kennenlernen und der Abklärung von Anliegen, Motiv und Wunschziel des/der Klienten/in. Dabei soll der/die Klient/in von Anfang an ausreichend zu Wort kommen. Das umfasst sowohl die den Lebensvollzug störenden Probleme und Symptome als auch den familiären und beruflichen Hintergrund, sowie eine etwaige therapeutische oder medizinische Vorgeschichte.

Ziel des Erstgeprächs ist es zu klären, ob die Voraussetzungen für das Gelingen einer therapeutischen Behandlung gegeben sind. Als allgemeine Indikatoren zählen dazu der subjektive Leidensdruck, sowie die Motivation sich mit den eigenen persönlichen Konflikten auseinanderzusetzen. Weiters sind eine gewisse Frustrationstoleranz und Beziehungsfähigkeit ausschlaggebend.
Im Erstgespräch soll auch eine Üereinkunft über die weitere Vorgehensweise im Hinblick auf das angestrebte Ziel erreicht werden. Dabei wird besprochen, ob eine Einzelanalyse, eine Kurzzeittherapie, eine stützende Begleitung, oder eine Gruppen-, Paar-, oder Familientherapie am angemessensten erscheint. Welche therapeutische Maßnahme angezeigt ist, dafür ist weniger eine bestimmte Symptomatik ausschlaggebend, als vielmehr der/die Patient/in selbst.

Abgeklärt werden weiters auch das Setting, die analytische Grundregel, die Frequenz, die voraussichtliche Dauer und die Kosten der Therapiesitzungen. Thema und Umfang eines Erstgesprächs können manchmal auch eine zweite Sitzung erfordern.

Setting

Die DA wird durchgeführt als Einzeltherapie sowie als Paar-, Familien und Gruppentherapie. Die Einzeltherapie erfolgt sitzend oder im Liegen auf der Couch mit mehrmaligen Sitzungen pro Woche. Mit ihrem Grundverständnis eignet sich die DA für die Behandlung aller seelischen Störungen, wenn der Kranke motiviert, bereit und in der Lage ist, sich mit der eigenen Existenz und deren Konflikten auseinanderzusetzen.

Ausgangspunkt des daseinsanalytischen Krankheitsverständnisses ist das Existieren des Menschen. DA Psychotherapie versteht die seelischen Leiden als Weisen unfreien Existierens in Bezug auf die jeweilige Um- und Mitwelt. Existieren meint hier nicht das Vorhandensein (existieren) von etwas Wirklichem oder das Vorhandensein des menschlichen Lebewesens in seiner freien Verantwortlichkeit, sondern ist die Bezeichnung für die besondere Seinsweise des Menschen (Da-sein), die darin besteht, dass wir sind und zwar selber anwesend sind, in dem wir jeweils einen Weltbereich offen halten und uns aus ihm zu ihm verhalten (Freiheit).

Vorbedingung für die Aufnahme dessen was vorliegt ist die Erhellung der Grundstrukturen des Menschen überhaupt. Für diese Klärung braucht es eine phänomenologische Wesensschau, welche die Empirie durchdringt.

Das therapeutische Ziel der DA ist optimales sich Offenhaltenkönnen für den jeweiligen Weltbereich, Ermöglichung freien Existierens durch Freilegung des Daseins und seiner Dynamik, in der es um Sein oder Nichtsein, Leben und Tod geht, aber auch um unser eigenes Selbst-sein sowie das Sorgetragen für uns selbst und für Andere (Mit-sein) wie auch unsere Umwelt, alles belebte und unbelebte Nichtmenschliche, das uns im Offenen der Welt begegnet.

Das daseinsanalytische Setting variiert je nachdem, was die therapeutische Situation erfordert.